Frühe Planung scheint zu gelingen
Die Ruder-Bundesliga (RBL) ging in ihrer 16. Saison erstmals in der Kurzform mit nur drei Renntagen über die Bühne. Für die beiden Eröffnungsrenntage im Frühjahr konnten keine Ausrichter gefunden werden. Nächstes Jahr soll die RBL wieder in der gewohnten Form an fünf Orten starten.
Im nächsten Jahr sind Renntage in Gießen (24. Mai), Mülheim (14. Juni), Kassel (23. August) und Essen-Kupferdreh (30. August). Mit einem Interessenten an einem weiteren Ort in Nordrhein-Westfalen laufen noch Gespräche. "Unterschrieben sind die Verträge noch nicht, aber die Gespräche schon weit gediehen", teilte Tobias Weysters, Fachressortleiter Wettkampf im Deutschen Ruderverband, mit.
Wohl oder übel entschied man mangels an Veranstaltern in diesem Jahr, die Serie über die Kurzstreckenrennen der schnellsten Achter Deutschlands erst nach dem Sommer beginnen zu lassen. Auftakt war auf dem Wasserstraßenkreuz in Minden, dann erlebte Rendsburg seine Bundesliga-Premiere im Rahmen des SH Netz Cups und in Mülheim fand das Finale statt. Mülheim war nach 2023 zum zweiten Mal Ausrichter. Erstmals hatte der Verband auch Rennen für Juniorinnen und Junioren ausgeschrieben. Beim männlichen Nachwuchs beteiligten sich zwei Boote – das Junioren Team Hannover und der Jr. Achter Magdeburg. Bei den Juniorinnen waren vier Boote gemeldet, zwei aus Hannover, eins aus Essen/Mülheim und ebenfalls eins aus Magdeburg.
Der Männer-Achter aus Mülheim siegte auch in diesem Jahr. Foto: A. Pischke
Bei den Damen siegte in der Saison 2024 erneut das erfolgsverwöhnte Boot aus Berlin. Die HavelQueens fuhren damit den dritten Ligasieg in Serie ein, obwohl sie am ersten Renntag in Minden noch ihre liebe Mühe hatten. Die Berlinerinnen belegten im Endklassement Platz eins mit 19 Punkten vor den starken Alstersprintern (17) und dem Boot aus Osnabrück (14). Die Hamburgerinnen hatten die HavelQueens am ersten Renntag noch hinter sich gelassen, als der Meenzer Express siegte und zum ersten Tabellenführer der Saison avancierte. In den beiden anderen Rennen ließ das Boot aus Berlin aber nichts mehr anbrennen.
Bei den Männern lag beim Finale auf heimischem Gewässer das autosen Sprintteam Mülheim vor dem Männer-Achter Osnabrück und dem Melitta Team Black aus Minden, das sich im Rennen um Platz drei gegen den Germanen Achter durchsetzte. Mülheim (40 Punkte) vor Minden (39) lautete auch die Platzierung in der Endtabelle, in der sich der Germanen Achter aber mit 36 Punkten vor Osnabrück (31) auf den dritten Rang schob. Nach dem zweiten Renntag war Minden noch vor Mülheim an der Spitze gelegen, bevor die Vorjahressieger die Rangfolge am letzten Renntag noch wieder umdrehen konnten. BL





