Entschleunigt durch Schleusen
Hamburger Ruderer und Ruderinnen zog es für eine Woche auf die Saale. Auf der Strecke von Naumburg bis Bernburg passierten sie 14 Schleusen und noch mehr Burgen und Schlösser. Wer weiß schon, dass die Saale im bayerischen Fichtelgebirge entspringt? So richtig berudert wird sie eigentlich erst, wenn bei Naumburg die Unstrut viel Wasser in die Saale führt und diese damit zum komfortablen Flussbett für Wanderruderer wird.
Bis zur Mündung in die Elbe sind es von Naumburg gut 160 Kilometer. Insgesamt hat die Saale eine Fließstrecke von 427 Kilometern, sie ist damit das größte Nebengewässer der Elbe. Zwölf Hamburger Ruderer und Ruderinnen aus den Clubs Germania, Allemannia, Wilhelmsburg und den Hamburger Ruderinnen hatte Fahrtenleiter Hans-Heinrich Busse, selbst Mitglied bei der RG HANSA, zum Startpunkt nach Naumburg geladen.

Rudern auf der Saale führt vorbei an zahlreichen Burgen und Schlössern. Foto: T. Kosinski
Dort konnte die Gruppe bereits erleben, welch besonderes historisches Gebiet es in den kommenden fünf Tagen zu erkunden gab. Der Naumburger Dom war mittelalterlicher Bischofssitz, die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert ist seit 2018 Weltkulturerbe und ist eines der bedeutendsten Bauwerke auf der Straße der Romantik in Sachsen-Anhalt.
Ähnlich romantisch beginnt auch die Rudertour auf der Saale, die hier kaum 30 m breit ist, deren Ufer kaum reguliert sind und dessen frisches Grün eine Reise durch die Natur verspricht: Weiden, Linden, Wiesen unterbrochen vom Gelb der Rapsfelder und dem Braun der umgestürzten Bäume. Das alles überstrahlt vom Blau des wolkenlosen Himmels. Die Strömung ist überraschend stark, die Tage zuvor hatte es ordentlich geregnet. Normalerweise sorgen die vielen Staustufen für gemächlichere Fahrt.





