Neuigkeiten

Aktuelles zum Thema Rudersport.

World University Games haben begonnen

Die einstige "Universiade" ist groß geworden

Vom 25. bis zum 27. Juli 2025 finden im Sportpark Duisburg die Ruderfestspiele der Studenten statt. Dabei sind unzählige Top-Athleten der internationalen Ruderszene am Start. Und man kann ein Spitzenevent in Deutschland erleben, das lange nicht mehr hier gastierte. Gleichzeitig machen die Sportler Werbung für eine mögliche Olympiabewerbung der Region Rhein/Ruhr. Am Mittwoch wurden die Spiele in Duisburg feierlich eröffnet.

Mit dem Mega-Event will Nordrhein-Westfalen der Welt beweisen, dass Olympische Spiele im nächsten oder übernächsten Jahrzehnt an Rhein und Ruhr stattfinden können, müssen und sollen. Eröffnet wurden die Spiele der Studierenden in dem Stadion, in dem sonst der MSV Duisburg seine Heimspiele austrägt, mit einer großen Show durch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas. Über 300 deutsche Athletinnen und Athletenkämpfen bis zum 27. Juli um Medaillen.

Nur alle zwei Jahre ist es Zeit für die „Studentenolympiade“, wie es im Volksmund immer noch heißt. Damals schrieb man das Jahr 1989, nur kurze Zeit nach der Veranstaltung, die damals noch „Universiade“ hieß, sollte die Mauer fallen. Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnete persönlich die Spiele, die damals sogar komplett in Duisburg stattfanden.

Die Regattastrecke in Duisburg wurde in den vergangenen Jahren grundsaniert. Foto: S. Sladek

1989 waren es genau vier Sportarten: Basketball, Fechten (10 Disziplinen), Leichtathletik (42 Disziplinen) und Rudern (13 Disziplinen). 1.785 Athleten aus 79 Nationen nahmen teil. Der Sportpark bot damals bereits beste Voraussetzungen für Großveranstaltungen, auch die Internationale Wedau-Regatta war schon eine Institution. Auf der großen Anzeigetafel, seinerzeit noch mit tausenden Glühbirnchen betrieben, erschienen für die Zuschauer schon alle Ergebnisse gegenüber der Tribüne. Und der Zielfilm war ein echter Film und wurde nach knappen Rennen extra im Chemikalientank entwickelt.

Besonders attraktiv war das Event damals im Fernsehen, vor allem im Westdeutschen Rundfunk (WDR), der tagelang live aus dem Sportpark berichtete. Im eigens errichteten Studio stand der damals deutschlandweit noch relativ unbekannte Reinhold Beckmann als Hauptmoderator. Die TV-Sender verkabelten die ganze Regattastrecke und belagerten die deutschen Athleten stürmisch. Das ZDF ließ damals sogar den Steuermann des Männerachters mit einem Funkmikrofon verkabeln; ein großer Fortschritt, der aber zunächst genehmigt werden musste – Moderator Wolf-Dieter Poschmann und sein Team hatten den Nachweis zu erbringen, dass die Anlage keine Übertragung und damit Anweisungen von außen empfangen konnte.

36 Jahre später, wir schreiben das Jahr 2025, ist alles anders. Die Spiele heißen offiziell „Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games“. Und durch die rasante technische Entwicklung der vergangenen 25 Jahre kann sich mittlerweile jeder eine ordentliche Zielkamera leisten – Duisburg hat sogar gleich drei: Zwei im Zielturm, eine auf der gegenüberliegenden Seite. Damit kann die Ziellinie mit Backup und von beiden Seiten betrachtet werden. So entgehen den Zielrichtern nicht einmal Tausendstelsekunden. Die Anzeige ist eine LED-Leinwand geworden, auf der man das Rennen ab dem Start verfolgen kann. Und es werden sicher andere Prominente zur Eröffnung erscheinen.

Die ganze Geschichte und mehr zum Rudersport lesen Sie in Heft 07/2025 - Jetzt hier bestellen - als Einzelausgabe oder im Abo!