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Vom Ruder-Olympiakader in die Formel 1

Willi Krakau war auf dem Wasser wie auf der Straße aktiv

Bescheiden wie wir Ruderer sind, wissen wir natürlich, dass wir Alleskönner sind. So wie es keine Gegend dieser Welt gibt, in der man nicht auch Berliner treffen würde, gibt es keinen Lebensbereich, in dem sich nicht Ruderer finden lassen. Ein schönes Beispiel: Willi Krakau.

Willi Krakau wurde am 4. Dezember 1911 in Schönebeck an der Elbe, 20 Kilometer südöstlich (oder elbaufwärts) von Magdeburg im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt geboren. Er schloss sich dem Ruderclub „Werder“ in Magdeburg an, für den er im Juni 1931 erstmals in Bernburg im Anfängervierer in einem Männerrennen an den Start ging. Weitere Starts gab es im Juli in Leipzig und im Bericht über die interne Regatta der Magdeburger wird er schon Ende des Jahres 1931 im „Wassersport“ als aufstrebender junger Skuller bezeichnet. 1932 gewann er den Holland Beker in Amsterdam in der Juniorenklasse.

Willi Krakau wechselte vom Rennboot ins Rennauto. Foto: Archiv 

Der 1,87 Meter große und gut 77 Kilogramm schwere Krakau entwickelte sich zu einem Skuller, auf den zu achten ist. Er gilt als Schnellstarter und harter Gegner. 1935 zog er nach Dresden. Als Grund werden berufliche Gründe angegeben, welchen Beruf er erlernt hat, vermeldet der „Wassersport“ seinerzeit nicht. Dort trainiert er gemeinsam mit dem Europameister im Einer, einem gewissen Gustav „Gummi“ Schäfer und wird gemeinsam mit weiteren Skullern zum Olympialehrgang nach Grünau eingeladen.

Im Jahr 1937 zieht es den weiterhin ambitionierten Willi Krakau vom Rollsitz auf vier andere Räder: Er startet in einem BMW 328 auf der Nordschleife des Nürburgrings beim Eifelrennen. Wie er vom Boot ins Rennauto kommt, das lässt sich heute nicht mehr genau sagen.

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