Kommunikation zum Thema gering
Eine Studie zum Thema „Menstruationszyklus und Leistungssport“ leitet Kirsten Legerlotz vom Institut für Sportwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Die Sportwissenschaftlerinnen Elisabeth Kirschbaum und Katharina Fischer vom Leipziger Institut für Angewandte Trainingswissenschaft sprachen Anfang des Jahres vor Trainerinnen und Trainern des DRV über das Thema.
Frau Kirschbaum und Frau Fischer, wie präsent ist das Thema bei den Trainerinnen und Trainern?
Allgemein gesprochen würden wir es als „ausbaufähig“ bezeichnen. Wir haben mit einem Fragebogen den Wissensstand über den Menstruationszyklus, hormonelle Verhütung und die Triade der Sport treibenden Frau und RED-S bei Trainerinnen und Trainern sowie bei Sportlerinnen abgefragt. Die ersten Auswertungen sind bereits gemacht, doch noch steht die detaillierte statistische Auswertung an.

Elisabeth Kirschbaum (re.) und Katharina Fischer befragten die Sportlerinnen. Foto: IAT Leipzig
Welche Probleme gibt es nach Ihren Erkenntnissen, auch aus Untersuchungen in anderen Sportarten?
Neben dem DRV kooperieren noch 17 andere Sportarten. Auf den ersten Blick gibt es grundsätzlich nur wenig Unterschiede im Wissensstand zwischen den Sportarten. Beim DRV haben 62 Sportlerinnen und 19 Trainer, von denen nur vier Frauen waren, an der Umfrage teilgenommen. In Hinblick auf die Zusammenarbeit zwischen den Sportlerinnen und Trainern/Trainerinnen kam dabei heraus, vor allem die Kommunikation über das Thema sehr gering ist. Gerade einmal 13 Prozent der Ruderinnen sprechen mit ihren Trainern und Trainerinnen über den Menstruationszyklus.




