Gunther Tiersch steuerte einst den Deutschlandachter
Die 65. Internationale Ratzeburger Ruderregatta ging mit 400 Teilnehmern aus fünf Nationen (unter anderem aus Dänemark, Polen und Tschechien) erfolgreich über die Bühne. Unter anderem testete U23-Bundestrainer Marcus Schwarzrock seine Athleten auf dem Küchensee. Erstmals wurde der Peter-Michael-Kolbe-Pokal für den Sieger im Männer-Einer A ausgelobt. Höhepunkt waren an beiden Regattatagen die Achterrennen.
Am Samstag überreichte der ehemalige Steuermann des Deutschlandachters, Gunther Tiersch, die Medaillen an das siegreiche Boot des Deutschen Ruderverbandes, das sich an beiden Tagen deutlich vor der Konkurrenz durchsetzte. Tiersch dürfte manchen noch aus seiner beruflichen Tätigkeit als Wettermann des ZDF bekannt sein. Der heute 70-jährige gebürtige Ratzeburger steuerte das Paradeboot des DRV 1967 zur Europameisterschaft und 1968 in Mexico als 14-Jähriger zur olympischen Goldmedaille.

Ex-Wettermann Tiersch überreichte die Medaillen an die Achtermannschaft des DRV. Foto: MeinRuderbild/D. Seyb
Den Peter-Michael-Kolbe-Pokal sicherte sich ein Däne: Aksel Dybdahl (Kopenhagen RK) gewann den Männer-Einer A mit vier Sekunden vor David Junge (RC Favorite Hammonia). Überreicht wurde der Pokal von Kolbes langjährigem Freund und Wegbegleiter Lingolf von Lingelsheim.
Noch ein Gedächtnispokal: Den Pokal zu Ehren Richard Weckes gewann der Frauen-Doppelvierer der Renngemeinschaft Frankfurter RG Germania, Frankfurter RG Oberrad, RK am Wannsee. Wecke wurde 1976 mit dem Frauen-Doppelvierer Olympiasieger in Montreal, als Frauen erstmals olympisch rudern durften. Den Preis überreichte der ehemalige Bundestrainer und Leiter der Ruderakademie Ratzeburg Lothar Trawiel.




