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Olympia-Aus für Hannes Ocik

Frederik Breuer rückt in den Achter nach

Diese Nachricht überraschte am Donnerstag: Hannes Ocik ist laut eines Posts auf seinem Instagram Account raus aus dem Deutschlandachter. Er habe vor einer Woche in einer Teams-Konferenz mit Chef-Bundestrainerin Brigitte Bielig, DRV-Sportdirektor Mario Woldt und Achter-Trainerin Sabine Tschäge davon erfahren.

In der Schalte haben die DRV-Verantwortlichen geäußert, dass das Ergebnis beim Worldcup II in Luzern unbefriedigend gewesen sei. Der Deutschlandachter musste in Luzern auf Mattes Schönherr verzichten, der zu einer ärztlichen Untersuchung nach Berlin geflogen worden war. Für ihn war auf Platz fünf Marc Kammann ins Boot gerückt. Das Boot fuhr hinter den Erwartungen auf den fünften Rang.

 

Beim Weltcup in Varese führte Hannes Ocik den Achter noch auf Platz drei. Foto: MeinRuderbild/D. Seyb

Ocik zitiert in seinem Post Sabine Tschäge. „Durch die knappe Nicht-Qualifikation des Vierers sind vier weitere Ruderer im Spiel, gerade auf der Backbordseite sind zwei starke Ruderer, wo wir auch nochmal probieren möchten." Die Trainer wollen demnach auf die Karte Physis setzen. Tschäge habe gesagt: "Ich sehe,  dass wir nochmal eine Veränderung vornehmen müssen." Es sei nicht erkennbar, dass der Achter von Ociks Erfahrungsschatz profitieren könne.

Die Trainer sehen die technischen Defizite laut Ocik zwar auf der Steuerbordseite, hätten aber keine Alternativen. Auf die Nachfrage, ob er damit komplett raus sei, habe Tschäge mit „Ja“ geantwortet. Der Athlet der Schweriner Rudergesellschaft schließt seinen Post: "Mir bleibt nun nichts anderes übrig, als diese Entscheidung zu akzeptieren. Ich wünsche dem Team @deutschlandachter als auch dem gesamten DRV viel Erfolg für die kommenden Aufgaben, meine Daumen sind weiterhin gedrückt."

Laut einer Pressemitteilung vom Team Deutschlandachter vom Freitag sagt Sabine Tschäge: „Mit Freddie wurde einer der leistungsstärksten Backbord-Ruderer frei. In Relation zum Körpergewicht ist er sogar der Stärkste“ und ergänzte: „Mir ist wichtig zu betonen, dass Hannes ein Versuch war, mehr Stabilität in die Rennen zu bekommen. Dies ist uns nicht ganz geglückt. Mit Mattes Schönherr haben wir letztes Jahr die Qualifikation geschafft und zudem haben sich Sitzpositionen im Boot verändert.“ Die Bundestrainerin erhofft sich im Vergleich zu Luzern eine klare Steigerung: „Wir haben nicht viel Zeit und wollen schnellstens den Turnaround schaffen“, 

Wie und ob die Karriere des zweifachen Silbermedaillen-Gewinners von Rio und Tokio, dreifachen Welt- und siebenfachen Europameisters weitergeht, ließ er vorerst offen. Beim Weltcup III in Poznan (14. - 16. Juni) geht der Achter laut Meldeergebnis mit dem genesenen Mattes Schönherr auf Schlag an den Start. Für den ausgebooteten Ocik rückt der 21-jährige Frederik Breuer (Bonner Ruder-Gesellschaft, Bugmann aus dem nicht qualifizierten Vierer ohne) nach. Er soll das Boot auf Ruderplatz zwei verstärken. BL

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