Deutschland-Achter in neuer Besetzung
Die DRV-Flotte ist an diesem Wochenende beim dritten Weltcup in Poznan (Polen) am Start. Der Deutschland-Achter fährt in der neuen Besetzung. Auch der Vierer ohne Steuermann wurde für den Weltcup gemeldet, um sich in dieser Saison noch einmal gegen die internationale Konkurrenz zu zeigen. Außerdem starten die beiden Doppelvierer und der Frankfurter Doppelzweier der Männer.
Der Deutschlandachter will nach dem unbefriedigenden Ergebnis beim Weltcup in Luzern und der anschließenden Umbesetzung weitere Rennkilometer sammeln, um an den letzten Schrauben für Olympia zu drehen. Für den Vierer wird der Weltcup nach der knapp verpassten Olympia-Qualifikation der Saisonabschluss.

Der Doppelvierer der Frauen startet in Poznan in Bestbesetzung. Archiv-Foto: MeinRuderbild/D. Seyb
Zuletzt hat der Deutschland-Achter auf dem Dortmund-Ems-Kanal viele Kilometer in neuer Besetzung gesammelt, mit Frederik Breuer für Hannes Ocik und Mattes Schönherr als Schlagmann. „Zunächst musste sich jeder in der neuen Besetzung zurechtfinden. Das ist gut gelaufen, wir konnten das Team wieder in Einklang bringen. Dann haben wir Geschwindigkeit reingebracht und auch das war vielversprechend“, berichtet Bundestrainerin Sabine Tschäge. „Es wird uns guttun, jetzt auch noch ein Rennen zu fahren.“ Das Team setzt gerade hohe Umfänge um, wird den Wettkampf mit Blick auf Olympia aus dem Training heraus bestreiten und tritt in dieser Reihenfolge an (Bug bis Heck): Benedict Eggeling, Frederik Breuer, Olaf Roggensack, Laurits Follert, Max John, Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Steuermann Jonas Wiesen.
In Polen trifft die Crew auf Rumänien, zwei Boote aus der Ukraine und Australien, das in Luzern noch vor dem DRV-Boot lag und 2023 WM-Bronze gewann. „Das wird ein Gradmesser, es sind starke Achter vor Ort“, sagt Tschäge, will aber keine Platzierung als Ziel ausgeben: „Für uns geht es erstmal darum, mit der Besetzung in Takt zu kommen und gute Rennen abzuliefern. Wir wollen ruderisch besser auftreten als zuletzt in Luzern und als Mannschaft dazulernen.“ Am Freitag um 16 Uhr steigt das Bahnverteilungsrennen, am Sonntag um 12.52 Uhr das Finale.
Der Vierer ohne Steuermann trifft unter anderem auf Großbritannien, Neuseeland und Australien. Das Quartett startet mit dem Vorlauf am Freitag (ab 11.22 Uhr) in den Wettkampf. Das A-Finale findet am Sonntag um 11.11 Uhr statt. Statt Breuer rückt Marc Kammann zu Jasper Angl, Kaspar Virnekäs und Malte Großmann ins Boot.
Die beiden Doppelvierer können im Gegensatz zu der Regatta in Luzern wieder in Bestbesetzung antreten. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sitzen die etatmäßigen Schlagleute wieder im Boot. Bei den Frauen ist Tabea Schendekehl wieder genesen, mit ihr erhofft sich Chef-Bundestrainerin Brigitte Bielig eine noch stärkere Physis im Boot. Ebenso ist Moritz Wolff bei den Männern auf die Schlagposition zurückgekehrt, der sich von seiner Mandel-Operation erholt hat. Die Rennen werden zeigen, wie weit beide Schlagleute schon wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, nachdem sie jeweils einige Wochen ausgefallen waren. BL





