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Beide Einer wie im Training

Föster und Zeidler souverän im Viertelfinale

Die olympische Ruderregatta eröffnete gestern mit den Vorläufen im Einer. 29 Boote sind zugelassen. Die ersten Drei von sechs Vorläufen qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale. Der Rest muss in die drei Hoffnungsläufe, wo dann jeweils die ersten beiden auch noch ins Viertelfinale dürfen. Die übrigen neun rudern dann das Finale E und F. Die deutschen Vertreter Oliver Zeidler und Alexandra Föster hielten sich in ihren Vorläufen schadlos.

So langatmig die Qualifikation in den Einern auch ist, geht es trotzdem um Rennen, die erstmal erfolgreich bestritten werden müssen. Es geht um Bahnvorteile und darum, die Gegner zu beeindrucken, auch mit starken Zwischenzeiten bis zur 1.000m Marke. Gemessen daran, hat sich Oliver Zeidler im fünften Vorlauf souverän gezeigt und einen sehr starken Eindruck gemacht. Gewohnt hochfrequent (SF 43) ruderte er über die ersten 500 Meter eine Bootslänge vor dem startschnellen Skuller aus Uruguay heraus und lag damit dadurch weit vor dem Rest des Feldes. Bestzeit. Nach der 1.000-Meter-Marke ging er dann im
weiteren Verlauf auf eine für ihn "ruhige" Schlagzahl von 34 runter, weit vor allen anderen - wie gesagt, der dritte Platze hätte auch noch gereicht.

Alexandra Föster blickt am Start scheinbar siegesgewiss drein. Foto: J. Kowacic

Spannender ging es im ersten Vorlauf zu, wo der Olympiasieger aus Griechenland, Stephanos Ntouskos, klar gegen den weiteren Medaillenkandidaten, den Schlagmann des Achter-Olympiasiegers aus Neuseeland, Thomas Mackintosh, unterlag und wider Willen Zweiter wurde. Reicht ja trotzdem und wie für alle Einer gilt: Fortsetzung folgt. Die schnellste Vorlaufzeit erreichte der große Konkurrent aus den Niederlanden, Simon van Dorp. Er zog auf der zweiten Streckenhälfte weit davon. Allerdings war Oliver Zeidler bei den spannenden ersten beiden Zwischenzeiten klar schneller gewesen und auch noch bei 1.500 Meter.

Föster kontrollierte ihr Feld

Im Fraueneiner konnte sich Alexandra Föster souverän durchsetzen, führte und kontrollierte das Feld und hatte bei Zieldurchfahrt noch sichtbar einige Reserven übrig. Es ist ja auch ein langer Weg ins Finale. Viertelfinale, Halbfinale stehen davor noch an. Die besten Zwischenzeiten zeigten die beiden Top-Favoriten, Karolien Florijn aus den Niederlanden und Tara Rigney aus Australien.

Auch die anderen Konkurrentinnen um eine Medaille kamen souverän weiter: Titelverteidigerin Emma Twiggs aus Neuseeland, Kara Kohler (USA), Ana Prakaten
(Usbekistan), Viktorija Senkute (Litauen) und die für die Schweiz startende Aurelia-Maxima Janzen. Letztere rudert bemerkenswerterweise nach wie vor mit Macon Blatt, was international seit 1992 nicht mehr verwendet wird. Michael Buchheit