Nun geht es ins B-Finale
C’est tout! "Mehr war nicht drin", sagte Alexandra Föster nach ihrem Halbfinale im Frauen-Einer nach ihrem vierten Platz. Der bedeutet: B-Finale. Sie hatte sich natürlich mehr erträumt. Mit dem Tempo kam sie vorne nicht mit, Olympiasiegerin Emma Twig (Neuseeland), ruderte souverän vorne weg.
Auf der Strecke kann sie Viktorija Senkute (Litauen), die sehr rund und flüssig rudert und in den Vorläufen starke Leistungen gezeigt hatte, und auch mit der erfahrenen Kara Kohler (USA) nicht mithalten, verliert an Boden, liegt bei 1.500 Metern über 5 Sekunden auf den letzten Qualifikationsplatz zurück.

Alexandra Föster wäre im anderen Halbfinale Dritte geworden ... Foto: J. Kowacic
Großartig, wie sie auf dem letzten Abschnitt nochmal mächtig aufholt, die USA bis auf eine dreiviertel Länge einholt, aber dennoch ausscheidet: trop peu, trop tard. Ihre Gegnerin (AIN) aus dem Viertelfinale schlägt sie genau so wieder, auch die Abstände zu den anderen Gegnern bestätigen, dass ihre Leistung so gut wie in den vorigen Läufen war.
Im zweiten Halbfinale waren die beiden überragenden Gold-Favoriten aus den Niederlanden und Australien souverän vorne weg gefahren, aber den dritten Quali-Platz hätte Alexandra Föster mit ihrer Leistung ihres Laufes mit über einer Länge Vorsprung geschafft. Dort waren die Bulgarin, die den dritten Platz errang, und die Ruderin aus Usbekistan bei allen Zwischenmarken gleich schnell wie Föster gewesen, nur dass die Deutsche im Endspurt viel schneller war. Mais, je ne regrette rien.
Jetzt ist sie die Favoritin für das B-Finale. „Der Traum vom Finale ist geplatzt. Mehr drin war nicht, sonst wäre ich schneller gefahren. Ich bin enttäuscht, weil meine Zeit im anderen Lauf für das Finale gereicht hätte, aber so ist das halt. Ich habe nicht aufgegeben, denn ich habe im Endspurt ja schon oft noch viel
Strecke gemacht und bin auch noch mal rangefahren, aber die anderen waren zu weit weg. Über das B-Finale habe ich noch nicht viel nachgedacht. Ich möchte noch mal angreifen, aber erst mal muss ich meine Enttäuschung verdauen.“ Michael Buchheit
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