Neuigkeiten

Aktuelles zum Thema Rudersport.

Zeidler besiegt Halbfinalfluch von Tokio

Alles Gute im Finale am Samstag!

Bon voyage! Oliver Zeidler ist auf seinem Weg zu olympischen Ehren. Im dritten Rennen des Einer-Wettbewerbs hat er sein Halbfinale überragend gewonnen. Er sagte, dass er noch mal an seinem Start habe arbeiten wollen, der unmittelbaren Startphase und dass sei ihm auch gelungen. Ganz nach Plan.

Er habe nach dem Start zu dem Griechen, dem Olympiasieger von Tokio, rübergeschaut. Der fahre auch gerne vorne mit, tat das aber diesmal nicht. Im Gegenteil, Ntouskos musste über die ganze Strecke alles geben, um sich als Dritter vor Sverri Nielsen (Dänemark), einem der Gold-Favoriten der letzten Olympiade, für das Finale zu qualifizieren.

Der Himmel muss ihm nicht helfen: Olli Zeidler scheint in der Form seines Lebens zu sein. Foto: J. Kowacic

Interessanterweise kam der Grieche dabei bis auf 3/10 Sekunden an seine eigene olympischen Bestzeit von Tokio heran: 6:40,45 Minuten. Und das bei wesentlich langsameren Bedingungen, nahezu windstill. Oliver Zeidler erklärte, dass er sich mit der schnell erlangten klaren Führung, ohne Druck von hinten,
auf seine Split-Zeiten auf seinem Bord-Rechner konzentrieren und in Ruhe seine gleichmäßigen Splits runterrudern konnte. Dabei fiel ihm schnell auf, dass er auf Kurs war, eine neue olympische Bestzeit aufzustellen.

Zeidler fährt Bestzeit der olympischen Regatta

Also zog er das Rennen mit immer größerem Vorsprung durch, ohne Sprint, den hätte er noch drauf setzen können, sagte er, fuhr er mit 6:35,77 Minuten ins Ziel. Diese olympische Bestzeit könnte natürlich im Finale noch mal gebrochen werden, aber sie ist die mit Abstand beste Zeit in dieser olympischen Regatta, in Relation auch besser als in allen anderen Bootsklassen.

Bisher war jedoch immer Gegenwind gewesen, wie auch an diesem Donnerstag, als leichter Gegenwind aufkam. Diese neue olympische Bestzeit ist nur 5 Sekunden langsamer als die Weltbestzeit von 6:30,77 Minuten. Die wurde allerdings nicht bei Windstille, sondern bei starkem Schiebewind und bei leicht angezweifelter Streckenlänge beim Weltcup in Poznan 2017 erzielt.

Sein großer Konkurrent, Van Dorp aus den Niederlanden, betrieb im anderen Halbfinale weniger Aufwand, ließ sich 1.500 Meter Zeit in eine kontrollierende Position mit einer Länge Vorsprung zu kommen. Und als hinter ihm alle aufdrehten, um unter die ersten Drei zu kommen, zog er die letzten 300 bis 400 Meter nochmal kurz an, fuhr weg und gewann in 6:42,39 Minuten. Gut genug.

Zeiten sind Schall und Rauch im Rudern, aber bei sehr schwülen 26 Grad, dazu noch Windstille und ohne Endspurt, ist eine 6:35 Minuten eine sensationelle Leistung. Oliver Zeidler ist in der Form, das schnellste Einer-Rennen aller Zeiten zu rudern. Allerdings ist für Samstag zum ersten Mal Schiebewind prognostiziert, aber nur ein leichtes Lüftchen mit kleinen Boen. Klingt perfekt für ein neue Weltbestzeit. Encore une fois, Oliver!

Er wisse, es könne am Samstag wieder alles anders aussehen. Er habe seinen Rennplan und den wolle er umsetzen. Damit das optimal gelingt, ist er aus dem olympischen Dorf in ein Hotel in der Nähe der Regattastrecke gezogen, das wesentlich ruhiger und vor allem gut klimatisiert ist. Teu, teu teu.

Folgen Sie uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/rudersport_magazin/

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.