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Überraschungen auf der Langstrecke Dortmund

Bei den Frauen siegt Leichtgewicht Johanna Reichardt

Das Wochenende in Dortmund verlangte den Sportlern einiges ab. Beim ersten Leistungstest nach Olympia ging es zunächst auf dem Ergo über 2.000 Meter heiß her, dann war bei der Sechs-Kilometer-Langstrecke auf dem Dortmund-Ems-Kanal Stehvermögen im Einer gefragt. Auf der Langstrecke siegte der Stralsunder Ole Hohensee, bei den Frauen Leichtgewicht Johanna Reichardt (Würzburg).

Die Langstrecke war zum ersten Mal für Männer und Frauen im Einer zu absolvieren. Ole Hohensee siegte vor Oliver Holtz (Rostocker RC) und Olympiasieger Oliver Zeidler. Aus dem Bereich Männer Riemen fuhr Theis Hagemeister in den Blickpunkt. Der 27-Jährige, der von Ex-Bundestrainer Alex Weihe auf dem Fahrrad begleitend betreut wurde, kam bei kalten Temperaturen um den Gefrierpunkt nach 23:04 Minuten auf einem guten sechsten Platz ins Ziel – 22 Sekunden hinter dem Überraschungssieger Hohensee und nur 10 Sekunden hinter Oliver Zeidler.

Hier quält sich Max John beim Ergo-Test auf den letzten Metern. Foto: MeinRuderbild/D. Seyb

„Es lief technisch gut und am Ende hatte ich noch Luft hochzugehen. Ich bin jetzt motiviert, in den Zweier zu steigen, und freue mich auf die Saison. Das Ziel ist die WM in China, da will ich dann – ganz klar – im Achter sitzen“, sagte Theis Hagemeister, der im Sommer noch Ersatzmann in den Trainingslagern war und beim BaselHead den Deutschland-Achter als Schlagmann zum Sieg führte.

Bei den Frauen war Johanna Reichardt auf der Langstrecke schnelle als die Olympia-Siebte Alexandra Föster (Meschede). Auf Platz drei landete Sarah Wibberenz (RC Havel Brandenburg) vor den beiden zeitgleichen Frauke Hundeling und Lisa Gutfleisch, alle aus dem zuletzt erfolgreichen Team Frauen-Skull. 

Beim Ergometer-Test am Samstag fuhr Mattes Schönherr vom Team Deutschlandachter die schnellste Zeit der Riemenruderer. Er blieb erstmals unter der 5,50-Minuten-Marke: „Die Vorbelastungen liefen gut, und nach dem Stufentest am Freitag haben wir das Ziel angepasst. Wir haben gesagt, dass ich nichts zu verlieren habe und es mutig angehen soll. Der Test lief dann genau nach Plan und auf den letzten 500 Metern hatte ich noch genug im Tank.“ Unterstützt und angefeuert wurde er von Steuermann Jonas Wiesen. Auch Sönke Kruse und Mark Hinrichs fuhren persönliche Bestzeiten. BL

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