Neuigkeiten

Aktuelles zum Thema Rudersport.

Zeidler ist Sportler des Jahres

Systemkritik nach Ehrung in Baden-Baden

Olli Zeidler hat seiner erfolgreichen Rudersaison zum Jahresende noch die Kirsche draufgesetzt. Bei der Wahl zum "Sportler des Jahres" kam er in diesem Jahr nach Vorschlägen der Sportlerinnen und Sportler des DOSB und dem Votum der Sportjournalisten auf Platz eins. Zeidler landete nur wenige Punkte vor dem Schwimm-Olympiasieger von Paris Lukas Märtens.

Überhaupt stand die 78. Wahl in diesem Jahr naturgemäß ganz im Zeichen der Olympischen Spiele von Paris. Lediglich Platz drei bei den Männern belegte mit Patrick Lange ein Triathlet, der kurz vor Abstimmungsschluss zum dritten Mal den Ironman von Hawaii gewonnen hatte. Zeidler ist als Sportler des Jahres der erste Ruderer seit Einerfahrer Peter-Michael Kolbe, der die Trophäe 1975 gewonnen hatte. Die Laudatio hielt Zeidlers Vater und Trainer Heino.

 

Olli Zeidler landete bei der Sportlerwahl nach Platz drei im vergangenen Jahr nach seinem Olympiasieg auf Platz 1. Foto: Imago

Bejubelt wurde der Olympiasieger im Männer-Einer unter anderem von seiner Freundin Sofia Meakin sowie von Ex-Achterschlagmann Hannes Ocik und Ehefrau Nele Schenker. Die feierliche Kür fand am Abend des dritten Advents vor 700 geladenen Gästen im altehrwürdigen Bénazetsaal des Kurhauses Baden-Baden statt, zeitversetzt übertragen vom ZDF. Sportlerin des Jahres wurde die Olympiasiegerin in der Rhythmischen Sportgymnastik, Darja Varfolomeev, Mannschaft des Jahres das 3x3-Team der Basketballerinnen.

Auf die weiteren Podiums-Plätze kamen bei den Sportlerinnen Yemisi Ogunleye (Olympiasiegerin im Kugelstoßen) und Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl, die in Paris Gold im Einzel und mit der deutschen Equipe holte. In der Mannschafts-Wertung ging die „Silbermedaille“ an die Fußballer von Bayer Leverkusen, gefolgt von der Handballnationalmannschaft der Männer, die bei den Sommerspielen Silber gewann.

Oliver Zeidler kritisierte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Fördersystem des deutschen Spitzensports im Allgemeinen sowie die Nachwuchsförderung im Deutschen Ruderverband. Viele Strukturen und Herangehensweisen seien überholt, innovative Ansätze bei Trainingsmethoden oder -philosophien würden kaum berücksichtigt. BL

Mehr zum Rudersport lesen Sie im Heft 12/2024 - Jetzt hier bestellen - als Einzelausgabe oder im Abo!