HRV Böllberg/Nelson brachte Olympiasieger und Weltmeister hervor
Die Hallesche Rudervereinigung Böllberg/Nelson feierte im vergangenen Jahr 150-jähriges Jubiläum und blickte damit unter anderem auf zahlreiche Erfolge wie olympische Goldmedaillen und Weltmeistertitel. Bekanntester Spross der Hallenser ist sicherlich Thomas Lange, der einmal für die DDR und einmal für die Bundesrepublik Olympiasieger im Einer wurde.
Doch die HRV brachte auch etliche Trainerlegenden hervor, wie uns ihr heutiger Vorsitzender Christian Schreiber im Interview erzählt: "Eberhard Mund ging nach der Wende nach Frankreich und Lothar Trawiel wurde Bundestrainer und zog ebenso wie Thomas Lange nach Ratzeburg. Gleichzeitig übernahmen Trainer wie Bernd Linder, Klaus Ritter und Frank Köhler Verantwortung in der Übergangszeit und organisierten den Trainingsbetrieb in ihren neuen Funktionen. Ehemalige Spitzenathleten wie zum Beispiel Carl Ertel bildeten junge Ruderer aus."

Das imposante Bootshaus der HRV Böllberg/Nelson ist über 100 Jahre alt. Foto: Archiv HRV
Die HRV feierte in den 1980-er Jahren zahlreiche Erfolge für den Rudersportverband der DDR. Der nahtlose Anschluss gelang nach der Wiedervereinigung mit Andreas Hajeks Goldmedaille im Doppelvierer 1992 und Jana Thiemes WM-Titel im Einer 1993. Zuletzt gewann Julia Lier 2016 in Rio olympisches Gold.
Christian Schreiber sagt weiter: "Im Leistungssport konnten wir vom Anspruch, dem Know-how und der Organisation vieles erhalten und weiterentwickeln, was bereits vor der Wende gut funktioniert hat. So haben junge Rudertalente aus Halle und den umliegenden Vereinen im Süden Sachsen-Anhalts die Möglichkeit an den Sportschulen Halle und bei der HRV Leistungssport zu betreiben, der den Weg in die nationale und internationale Spitze ermöglicht. Dieser Perspektive haben wir uns fest verschieben". Bert Langbehn




