Technische Probleme zwangen ihn zur Aufgabe
Martin Stengele war einer von vier Deutschen, die in diesem Winter an der "World's Toughest Row - Atlantic" teilnahmen. Stengele (Teamname "All4One"), war der erste Deutsche, der die Challenge über 5.000 Kilometer über den Atlantik als Solo-Ruderer in Angriff nahm. Nach 17 Tagen entschied er sich nach anhaltenden technischen Problemen an seinem Boot "Mars", die Challenge abzubrechen.
Auf facebook lasen seine Follower: "Wir melden uns heute mit einer Nachricht, die von Mut und Willensstärke zeugt – und von der Macht der Natur, die uns manchmal zwingt, unsere Pläne zu ändern. Martins Reise ist viel mehr als ein sportliches Abenteuer. Es ist eine Reise voller Träume, Sehnsucht und Hingabe. Doch der Ozean schreibt seine eigenen Regeln. Die Umstände haben es Martin unmöglich gemacht, seinen ursprünglichen Kurs nach Antigua zu halten. Stattdessen hat er sich für das Wichtigste entschieden: für sein Leben und seine Sicherheit."

Nach bangen Tagen auf See konnte Martin Stengele (Mitte) auf den Kapverden wieder befreit lachen. Foto: World's Toughest Row
Der Stuttgarter steuerte dann die Kapverden an, unterstützt vom Safety Team des Veranstalters und einem der Support-Schiffe. Dort endete seine Challenge mit der Erkenntnis, dass wahre Stärke bedeutet, in schwierigen Situationen das Richtige zu tun. Am 5. Januar erreichte Stengele mit dem Unterstützerschiff "Skye" den Hafen von Mindelo auf den Kapverden. Seine Entscheidung brachte ihm viel Respekt ein.
Einige Tage nach der Landung und mit festem Boden unter den Füßen folgte die Überraschung: Statt in ein Flugzeug gen Heimat stieg Martin als Volunteer auf eine Yacht für eine Überfahrt nach Grenada, das ebenso wie Antigua (das Ziel der World's Toughest Row), zu den Kleinen Antillen gehört und etwas weiter im Süden liegt. Martin schafft es also trotzdem noch in die Karibik.
Die anderen deutschen Teilnehmer sind noch unterwegs: Die "Black Forest Rowers" (Gregor Wacker mit der Kanadierin Sabrina Simpson) standen am Morgen des 29. Januar mit nur noch 33 der rund 4.000 Seemeilen kurz vor dem Ziel, das sie voraussichtlich am Abend des Tages erreichen. Noch etwas mehr (380 Seemeilen) müssen die "Alpine Rowers" Claudia Dreibrodt und Ernst Kujer aus der Gemeinde Valley (40 km südlich von München) bewältigen. BL




