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Stellungnahme zu Vorwürfen beim RV Münster

Betroffener Trainer war auch für den DRV tätig

Der Rudersport wurde zuletzt in mehreren Medienbeiträgen mit Vorwürfen konfrontiert, die das Verhalten des Cheftrainers beim Ruderverein Münster betreffen. In Beiträgen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) warfen ihm ehemalige Sportlerinnen und Sportler psychische Gewalt und sexistische Äußerungen über Jahre vor. Der Trainer war bislang unter anderem auch in zwei Funktionen für den DRV tätig.

Der WDR sendete einen elfminütigen Beitrag zum Thema "Psychische Gewalt im Rudersport" am 18. Mai (Sonntag) in der Sendung "Westpol" sowie eine ausführlichere Version der Recherche über 30 Minuten auf dem Youtube-Kanal der Sportschau. Ein weiterer Beitrag lief am darauffolgenden Montag in der Sendung "Lokalzeit Münsterland" im WDR.

Der Vorstand des Deutschen Ruderverbandes (Alexander Kersten, Robert Sens und Sina Burmeister) reagiert dazu in einer Pressemitteilung: "Bis zur vollständigen Klärung der Vorwürfe hat der DRV folgende Maßnahmen beschlossen:

  • Die Gremienarbeit des betroffenen Trainers ruht mit sofortiger Wirkung.
  • Seine Tätigkeit als Nationaltrainer ist bis auf Weiteres ausgesetzt.

Der DRV verurteilt jede Form von Gewalt, Machtmissbrauch und Grenzüberschreitung – unabhängig von Funktion oder Position. Unser besonderer Schutz gilt dabei den Kindern, Jugendlichen und Athletinnen und Athleten, die uns anvertraut sind. Der DRV steht für Respekt, Sicherheit und einem vertrauens- und respektvollen Umgang miteinander. 

 

Der Ruderverein Münster muss auf Vorwürfe gegen seinen langjährigen Cheftrainer reagieren. Foto: A. Griebel

Bereits seit Jahren verfolgt der DRV umfassende Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt im Sport. Diese werden vom jetzigen Vorstand aktuell weiterentwickelt –  in enger Orientierung an den Safe Sport-Initiativen und den Vorgaben des DOSB. Ein neuer Verhaltenskodex für Trainerinnen, Trainer, Athletinnen, Athleten und die beteiligten Vereine befindet sich in finaler Abstimmung."

Weiter heißt es in der Stellungnahme: "Wir stehen für eine moderne Leistungskultur, die auf Respekt, Vertrauen und Verantwortung basiert. Einschüchterung oder Angst haben im Rudersport keinen Platz. Wir sind entschlossen, bestehende Strukturen zu überprüfen und weiterzuentwickeln – für einen Sport, der stark macht und schützt. Unser Ziel ist es, junge Menschen zu stärken, die mit Selbstbewusstsein und Leistungswillen – getragen von Vertrauen – ihren sportlichen Zielen und Träumen folgen können." Eine ähnlich lautende Erklärung hatte vor einer Woche der Landesverband Nordrhein-Westfalen abgegeben.

Auch DRV-Präsident Moritz Petri reagierte im Gespräch mit rudersport. Die Sportler, die im TV-Beitrag auftreten, hätten sich Anfang des Jahres an ihn gewandt. „Ich hab’ dann den gesamten Sachverhalt unserem externen Ombudsmann zur Aufklärung übergeben. Das ist das Standardvorgehen im Deutschen Ruderverband.“ Weiter sagt Petri: „Nach meinem Informationsstand ist es daran gescheitert, dass die betroffenen Sportler nicht bereit waren, mit unserem Ombudsmann zu sprechen“. Inzwischen habe er aus dem RV Münster gehört, dass der Verein sehr aktiv die Rolle des Aufklärens übernommen habe "und ich werde unseren Ombudsmann noch einmal darauf ansetzen, das zu begleiten.“ BL

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