rudersport-Serie: Berufe im Rudern
Ob an der Behandlungsliege, im Trainingslager oder bei der Wettkampfvorbereitung: Physiotherapeuten sind im Rudersport weit mehr als reine „Kümmerer“. Sie lindern Schmerzen, geben Stabilität, fördern Leistung – und sind oft die ersten, die spüren, wenn etwas im Team nicht rundläuft. Eine von ihnen ist Nicky Hollaus, leitende Physiotherapeutin des DRV.
Gemeinsam mit ihrem Team sorgt sie dafür, dass Deutschlands Ruderinnen und Ruderer gesund, stark und bereit an den Start gehen – egal ob im Elite-, Nachwuchs- oder Para-Bereich. Nachdem Nicky Hollaus 2020 zum Physioteam des Deutschen Ruderverbandes gestoßen ist, führt sie es seit 2024 – mit Struktur, Klarheit und großer Leidenschaft. „Ich war immer schon fasziniert, wenn bei Fußballspielen die Mediziner aufs Feld gelaufen sind. Das wollte ich immer machen, Sport und Medizin vereinen“, sagt die Münchnerin.

Physiotherapeutin Nicky Hollaus bei der Arbeit auf der Behandlungsliege. Foto: Y. Schurwanz
Ihr Weg in den Beruf begann klassisch – und doch sehr persönlich. Ihre Zeit als Leistungsschwimmerin musste sie aufgrund einer Schulterverletzung von heute auf morgen beenden. An schmerzfreies Bewegen war jahrelang nicht zu denken. „Irgendwann hab‘ ich mich beim Physio wie daheim gefühlt“, sagt sie lachend. Es war nie sicher, ob ihre Schulter die Belastung der Physio-Ausbildung und des Berufslebens danach aushalten würde. „Ich hatte in der Zeit einen unglaublich guten Arzt. All seinen Methoden und Tricks haben mich geprägt.“
Heute führt Hollaus eine eigene Praxis in München, betreut dort ein breites Patientenspektrum – vom Alltagsmenschen bis zum Spitzensportler – und leitet nebenbei das physiotherapeutische Netzwerk des DRV. Luisa Gärtner




