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Ratzeburg, Lübeck, Ostsee

Auf dem "Amazonas des Nordens"

Wer zu einer Wanderfahrt ins nördlichste Bundesland aufbricht, findet in und um Lübeck sowie den angrenzenden Gewässern vielseitige Möglichkeiten in einer reizvollen Naturlandschaft. Der Neusser Ruderverein erkundete das Revier erstmals in einer viertägigen Rudertour durch Lübeck, dann entlang der Trave, der Wakenitz und auf der Ostsee.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer staunten über ein einzigartiges Natur- und Kulturerlebnis. Die Gruppe aus Nordrhein-Westfalen hat bei dieser Wanderfahrt neue interessante Wasserwege mit maritimem Flair kennengelernt, die harmonisch durch den Besuch historischer Sehenswürdigkeiten in der Hansestadt Lübeck ergänzt wurde. 

 

Die Ruderer erlebten in Lübeck maritimes Flair. Foto: M. Stoffels

Unterkunft bezog die Gruppe in einer Jugendherberge, von wo sie das Burgtor, einem von zwei noch erhaltenen historischen Eingängen (ehemals vier) zur Lübecker Altstadt, in wenigen Minuten zu Fuß erreichten. Hier ließen die Gäste das besondere Flair der mittelalterlichen Hansestadt bei einem kleinen Spaziergang erstmal auf sich wirken, bevor es tags darauf in die Boote ging. Das gesamte historische Stadtgebiet innerhalb der ehemaligen Stadtbefestigungen ist seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe, inklusive der markanten Silhouette, der weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Bausubstanz und des originalgetreu bewahrten Stadtgrundrisses.

Gespannt waren sie schon, welches Ruderrevier sie wohl erwarten würde. Die Trave ist ein mittelgroßer Fluss, der südlich von Eutin im Landkreis Ostholstein entspringt und nach 124 Kilometern bei Travemünde in die Ostsee fließt. Auf ihrem letzten Abschnitt fließt die Trave durch Lübeck. Einige Kilometer südlich der Altstadt trifft sie auf den Elbe-Lübeck-Kanal. Hier teilt sich die Trave in drei Arme, die sich am Burgtor im Norden wieder vereinigen. Etwa 15 Kilometer fließt sie nach Norden, bevor sie am Seebad Travemünde in die Ostsee mündet.

Aber auch die Wakenitz (entsteht als natürlicher Abfluss des Ratzeburger Sees bei Rothenhusen), der Ratzeburger See selbst und der Elbe-Lübeck-Kanal südlich der Altstadt lockten die Gruppe aus Nordrhein-Westfalen – immerhin alles Gewässer, die die meisten von ihnen noch nie berudert hatten. Also „Neuwasser“ – sie waren gespannt und wurden nicht enttäuscht!

Die Tourmanager hatten eine viertägige Route auf der Trave, der angrenzenden Wakenitz, dem Ratzeburger See und um die Altstadtinsel ausgearbeitet und bei günstigem Wetter wäre vielleicht sogar etwas Ostsee drin.

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