Wieviele Medaillen sind realistisch?
Der Deutsche Ruderverband ist mit einer starken Mannschaft am vergangenen Sonntag nach Shanghai gereist und bereitet sich vor Ort auf die an diesem Sonntag offiziell beginnenden Weltmeisterschaften vor. Die spannende Frage ist, ob und wieviele Medaillen der Verband nach dem Umbruch in diesem Jahr einfahren kann.
Erster Anwärter dürfte der Frauen-Doppelvierer sein, der die ganze Saison über auf hohem Niveau bei der EM und den Weltcups unterwegs war und in Luzern sogar gewann - dies allerdings in Abwesenheit der Niederländerinnen und der Britinnen. Die Vorläufe finden bereits am Sonntag ab 11 Uhr Ortszeit statt.
Ähnlich sieht es beim Deutschlandachter aus, der sich nach Platz vier bei der EM und dem Sieg in Luzern unter Mark Emke stabil entwickelt hat. Wie stark die Männer hinter Schlagmann Theis Hagemeister sind, werden die Rennen zeigen, in denen die weiterhin starken Briten Favorit sind, aber auch Niederländer, Polen und Rumänen schicken gute Mannschaften ins Rennen. Vorlauf (Männer- und Frauenachter): Donnerstag, ab 10 Uhr.

Jubelt Oliver Zeidler bei der WM im Shanghai wieder im Männer-Einer? Foto: MeinRuderbild/D. Seyb
Im Männer-Einer sind alle gespannt auf den ersten internationalen Auftritt in diesem Jahr von Olympiasieger Oliver Zeidler, der bei der Ankunft in Shanghai bereits großes Medieninteresse auf sich zog. In Henley belegte er trotz geringeren Trainingsumfangs Platz zwei, die Wochen danach hat er mit seinem Vater und Trainer Heino in München und Lausanne genutzt, um sich bestmöglich vorzubereiten.
Unter seinen stärksten Kontrahenten sind der Niederländer Simon van Dorp, Yauheni Zalaty (Unabhängiger Athlet, wurde Europameister) sowie der Neuseeländer Logan Ullrich zu nennen. Immer zu beachten ist auch der Olympiasieger von Tokio Stefanos Ntouskos (Griechenland). Vorläufe: Montag ab 14.30 Uhr Ortszeit.




