Berufe im Rudersport, Teil 2: Stegbauer
Stege sind für die Ruderer wie der Einlauftunnel für die Fußballer, oder der Fahrstuhl zum Balken der Ski-Springer. Ohne geeignete Steganlagen kann man ins Wasser kommen, was Wanderfahrer immer wieder behänd praktizieren, aber materialschonend ist dieser Move eher selten. Vor allem teure Rennboote brauchen gute Anlagen.
„Gut“ heißt, den jeweiligen Bedingungen des Gewässers und der Uferbeschaffenheit optimal angepasst, dabei stabil und nachhaltig. Denn ein Steg soll lange halten. Das Berufsbild „Stegbauer“ gibt es nicht wirklich, die Tätigkeit ist kein spezieller Ausbildungszweig. Vielmehr sind es eine Vielzahl von Handwerkern, die sich auf den Bau von Stegen spezialisiert haben. Manche bauen mit Holz. Die Alu-Bau GmbH in Büdelsdorf bei Rendsburg in Schleswig-Holstein fertigt Steganlagen baut, wie der Name schon vermuten lässt, Stege aus Metall.

Michael Jahn unterzieht die Stege auf dem Hof des Unternehmens einer letzten Kontrolle. Foto: B. Langbehn
Und so sind es auch überwiegend Metallbauer, die die Anlagen für Wassersportler in allen erdenklichen Größen planen und produzieren. Beteiligt sind bei Alu-Bau neben Michael Jahn als Chef vom Ganzen eine ganze Reihe von Fachleuten, unter anderem CAD-Spezialisten, Schlosser, Dreher, Fräser, technische Zeichner und später bei der Auslieferung und Montage Kranwagenführer und Transportunternehmen. Wichtig im Vorfeld eines Stegbaus: die Genehmigungsbehörden bei den jeweiligen Kommunen. Gefertigt werden die Anlagen nach DIN-Norm (lesen Sie dazu den Info-Kasten).
Alu-Bau fertigt nicht nur Stege für Ruderboote, sondern auch für Hafenanlagen, etwa für Yachthäfen, aber auch Schwimminseln für Badeseen und – fern vom Wasser aber ganz im Materialmetier, Lüftungsschächte für Klimaanalagen. Doch hat sich der Bau von Ruderstegen in den vergangenen 15 Jahren stark entwickelt und macht aktuell zwei Drittel der Aufträge des Familienunternehmens nahe des Nord-Ostsee-Kanals aus.




