Neuigkeiten

Aktuelles zum Thema Rudersport.

Von der Hitze Shanghais direkt in die Loipe

Kathrin Marchand will zu den Winter Paralympics 2026

Die Para Weltmeisterin im PR3 Doppelzweier Kathrin Marchand gönnte sich nach ihrer Rückkehr aus Shanghai nur eine erzwungene Pause. Sie hatte sich eine Erkältung eingefangen und blieb daher für eine Woche zu Hause. Dabei wollte sie bereits einen Trainingslehrgang in Freiburg absolvieren.

Shanghai hat alle Sportlerinnen und Sportler mit seinen klimatischen Bedingungen extrem gefordert. Para Ruderin Marchand besonders, da sie als Doppelstarterin (im Doppelvierer mit Steuerfrau und im Doppelzweier) fünf Rennen über die 2.000 Meter zu absolvieren hatte. „Über die Bedingungen da hat sich vor Ort keiner gefreut“, sagt die 35-Jährige. Die Vorbereitung in Ratzeburg mit Training im Hitzezelt sowie die zeitige Anreise nach Shanghai und der entsprechenden Akklimatisation hätten sicherlich geholfen, aber anstrengend war es dennoch – unabhängig der Beanspruchung durch die Wettkämpfe.

Kathrin Marchand konzentriert sich vorerst auf die Langlaufbretter. Foto: Christian Bruna | Voigt 

Mit Ruder-Gold und Bronze dekoriert richtet Kathrin Marchand ihren Blick aber schon zu den Paralympics – zum einen als Ruderin auf Los Angeles und zeitnah auf die Paralympischen Winterspiele in Mailand 2026. Ihr Augenmerk gilt der Qualifikation, zu der sie in diesem Winter voraussichtlich an zwei oder drei Weltcuprennen teilnehmen wird (u. a. in Notschrei am Feldberg im Schwarzwald, genaue Austragungsorte und -termine werden meist erst kurzfristig kommuniziert). Starten will die studierte Ärztin im klassischen Sprint über 1,2 Kilometer und über 10 Kilometer. Erste Erfahrungen machte sie bereits bei der Weltmeisterschaft und bei Weltcups im vergangenen Winter. Ihre Erkenntnis: „Ich muss weniger hinfallen.“ So stürzte sie zum Beispiel im Halbfinale der Sprint-WM in Trondheim kurz vor dem Ziel und verpasste dadurch den Einzug ins Finale.

Dass Marchand immer mal wieder in der Loipe zu Fall kommen kann, ist nicht wie bei gesunden Sportlern auf technische Fehler zurückzuführen, sondern Teil ihrer Einschränkung, mit der sie nach ihrem Schlaganfall 2021 umgehen muss. Ihr Sichtfeld ist auf beiden Augen und die Wahrnehmung in der linken Körperhälfte eingeschränkt. Ihr Gehirn braucht länger, um eine visuelle Wahrnehmung, wie etwa ein Hindernis in der Loipe, in eine entsprechende Bewegung umzusetzen -zumal sie ohne Guide unterwegs ist. Dieses Handicap kann man mit sehr viel Übung minimieren, aber nicht vollständig ausschalten.

Die ganze Geschichte und mehr zum Rudersport lesen Sie in Heft 11/2025 - Jetzt hier bestellen - als Einzelausgabe oder im Abo!

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.