Ruderinnen zum zweiten Mal nominiert
Die Athleten des Deutschen Ruderverbandes sind in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen bei der Wahl "Sportler des Jahres" im Kurhaus in Baden-Baden gestanden. Nominiert war Vize-Weltmeister Olli Zeidler sowie die WM-Dritten, der Doppelvierer der Frauen. Zeidler, der im letzten Jahr als Olympiasieger auch bei der Sportlerwahl ganz oben stand, wurde in diesem Jahr Siebter.
Die Wahl wurde zum 79. Mal durchgeführt. Seit langem findet sie am letzten Sonntag vor Weihnachten im Benazet-Saal des Kurhauses in Baden-Baden statt. Über 700 geladene Gäste waren bei der kurzweiligen Preisverleihung, moderiert von Lena Kesting und Sven Voss, im Saal dabei. Die (zeitversetzte) Übertragung im ZDF schalteten 1,86 Millionen Zuschauer (Marktanteil 10,9 Prozent) ein.

Olli Zeidler war in diesem Jahr zum Gruppenbild aktueller und ehemaliger Newcomer auf der Bühne im Benazet-Saal vertreten. Foto: M. Langbehn
Die Veranstaltung ist jedes Jahr ein Familienfest des deutschen Sports, bei der ehemalige Olympiasieger und Weltmeister wie Hochspringerin Ulrike Nasse-Meyfarth, Schwimmer Michael Groß, Turnlegende Eberhard Gienger oder Boxerin Regina Halmich zu den Stammgästen zählen. Sie sahen, wie Zehnkämpfer Leo Neugebauer (Weltmeister 2025 nach Olympiasilber in Paris), Biathletin Franziska Preuß (Weltcup-Gesamtsiegerin) und die Basketball-Männer (holten nach dem WM- nun auch den EM-Titel) die Trophäen in den Kategorien Männer, Frauen und Mannschaften abräumten.
Nominiert waren vom Deutschen Ruderverband neben Oliver Zeidler auch die Frauen vom Doppelvierer. Die Ruderinnen standen bereits zum zweiten Mal in Folge auf der Liste der Top 15, die von Vertretern der Athleten und Sportverbände ausgewählt wurden, bevor die Sportjournalisten digital an die Wahlurne treten. Zeidler war mit seiner Freundin Sofia Meakin nach Baden-Baden gekommen. Bereits 2023 wurde er (damals als dreimaliger Weltmeister) Dritter bei der Wahl der Männer. 2019 war der Einerruderer schon als Newcomer des Jahres geehrt worden.
Die Ruderinnen aus Berlin kamen nach ihrer Bronzemedaille bei der WM in Shanghai in voller Mannschaftsstärke mit Sarah Wibberenz, Frauke Hundeling, Lisa Gutfleisch und Pia Greiten nach Baden-Baden und genossen die Veranstaltung im Saal ebenso ausgiebig wie die berühmt-berüchtigte After-Show-Party. Die Frauen waren direkt aus dem 16-tägigen Trainingslager in Lago Azul angereist. Der Frauen-Doppelvierer war bereits im vergangenen Jahr nach Olympia-Bronze (mit Maren Völz, Leonie Menzel, Tabea Schendekehl und Pia Greiten) zur Wahl nominiert aber nicht platziert. BL



