Erster Mensch unter 5:35 Minuten auf dem Concept2-Ergo
Oliver Zeidler hat mal wieder einen rausgehauen. Lange war wenig zu hören vom Olympiasieger und Vize-Weltmeister. Da kommt ein Post mit einer Ergo-Zeit wie ein Tsunami: 5:34,7 Minuten. Eine Fabelzeit, neuer Weltrekord. Respekt von allen Seiten, weltweit.
„Fragt mich nicht, wie ich das gemacht habe, aber offensichtlich waren vier Tage Kisten schleppen, Möbel bauen und Lampen montieren die optimale Vorbereitung“, schrieb Zeidler auf seinem Instagram-Account mit einem Augenzwinkern. Der Post wurde x-fach geteilt.

Olli Zeidler fuhr im Trainingszentrum in Lausanne unter Aufsicht der dortigen Trainer den neuen Weltrekord. Foto: fb-Account/Zeidler
„Er war ja die Zeit von 5:37 Minuten mehrfach gefahren, es stand also auf der Bucket-List, diese einmal zu unterbieten. Dass dann so eine Zeit dabei rauskommt, ist natürlich erstaunlich“, sagt sein Vater und Trainer Heino Zeidler anerkennend. Bislang stand der Rekord bei dem Australier Josh Dunkley-Smith vom 10. März 2018, der 3:35,8 Minuten auf dem Concept2-Ergometer gefahren war.
Olli Zeidler bezog seinen Ehrgeiz allerdings auf aktuellere Rekorde. So hatte der Neuseeländer Logan Ulrich (AK 19 – 29) die 1.000 Meter in diesem Jahr in 2:38,1 Minuten geschafft (entspricht einem Split von 1:19 Minuten). Über 6.000 Meter hatte der Serbe Nikolaj Pimenov (AK 19 – 29) einen neuen Weltrekord in 18:04,7 Minuten (Pace: 1:30,3 Min) aufgestellt. Zeidlers 2.000-Meter-Pace liegt mit 1:23,6 Minuten fast genau dazwischen.
„Damit haben wir unsere Ergo-Zeit abgearbeitet und können uns auf das Training auf dem rp3 konzentrieren, was für das Rudern wesentlich besser ist“, kommentiert Heino Zeidler den neuen Weltrekord seines Sohnes. Beim Ergo-Test des DRV im Rahmen der Langstrecke Leipzig (28./29. März) wird Olli dennoch antreten, allerdings ohne den Druck der Normerfüllung.
In den Kommentarspalten waberte natürlich die Frage: „Wann fällt die 5:30?“ – Ergo-Ruderer wissen: dieser Sprung ist nichts weniger als eine Welt. Um noch einmal fünf Sekunden schneller zu fahren, müsste die Pace über eine Sekunde schneller sein. Olli Zeidler konzentriert sich jetzt lieber wieder auf die anstehende Rudersaison mit dem Höhenpunkt bei der Weltmeisterschaft im August in Amsterdam. Bert Langbehn




