DDR-Erfolgstrainerin feiert mit Sportlerinnen
Eine der schillerndsten Trainer-Persönlichkeiten der ehemaligen DDR feiert am 12. März ihren 90. Geburtstag. Herta Weissig, die von ihren Sportlerinnen bis heute nur ehrfurchtsvoll „die Chefin“ genannt wird. „Sie war die Jutta Müller des Rudersports“, sagt Marita Ludewig, die unter Weissig diverse internationale Titel gewann.
Die große Party steigt am 14. März, bei der alle, die Herta Weissig kannten und kennen zum Gratulieren nach Leipzig kommen. Im Alter von 34 Jahren begann 1970 die einzigartige Trainerkarriere der Herta Weissig. Bis 1973 blieben ihre Erfolge auf Europameisterschaften beschränkt, weil weibliche Rudersportler erst ab 1974 erstmals an Weltmeisterschaften und 1976 auch an Olympischen Spielen teilnehmen durften. Bei der WM ‚74 auf dem Rotsee gewannen Weissigs Ruderinnen gleichmal zweimal Gold im Vierer mit und im Achter.

Herta Weissig im Kreise ihrer Olympiaruderinnen von 1976. Foto: Privat
Es folgte Silber im Zweier ohne bei der ersten Olympiateilnahme 1976 in Montreal. Ihre letzten Olympischen Spiele in Seoul 1988 krönte Trainerin Weissig mit zwei Goldmedaillen im Vierer mit und im Achter – in beiden Booten saß jeweils eine Sportlerin ihrer erfolgreichen Trainingsgruppe. Als Aktive gewann Weissig noch unter ihrem Mädchennamen Manger mehrere DDR-Meisterschaften sowie drei Medaillen bei drei Europameisterschaften im Doppelvierer: 1957 (Duisburg, Bronze), 1959 (Mâcon, Silber) und 1960 (London, Gold).




