Simon van Dorp unterbietet Zeidlers Zeit
Die Ruderwelt hat sich offenbar vorgenommen, in diesem Jahr an der Rekordmarke über 2.000 Meter auf dem C2-Ergometer kräftig zu schrauben, pardon, zu ziehen. Nachdem Olli Zeidler erst kürzlich der erste Mensch unter 5:35 Minuten war, zog sein langjähriger Kontrahent Simon van Dorp nun nach. Nach Zeidlers 5:34,7 finishte der Niederländer in unglaublichen 5:33,4 Minuten (Split: 1:23,3 Min.).
Van Dorp hatte den Rekord schon einmal angepeilt. 2019 fuhr er die olympische Distanz auf dem Ergo in 5:36,4 Minuten, konnte aber den bestehenden Weltrekord des Australiers Josh Dunkley-Smith (5:35,8 Min.) aus dem Jahr 2018 nicht toppen. Dennoch war es bis dahin die zweitschnellste je gefahrene Zeit, die zur Drittschnellsten wurde, nach dem Zeidler im Februar im Schweizer Trainingszentrum in Lausanne die 5:35-Minuten-Marke erstmals unterboten hatte.

Duellieren sich auch immer wieder auf dem Wasser: Oliver Zeidler und Simon van Dorp. Foto: B. Langbehn
Und so verneigt sich die Ruderwelt abermals vor einem Großen ihrer Zunft, der wie Olli Zeidler auch, diese Ergo-Zeit nun aufs Wasser bringen will. Sollte er dieses Jahr für die Niederlande im Einer starten, dürfen wir uns auf weitere spannende Duelle freuen. Die letzten beiden entschied der Münchner für sich. Zuletzt bei der WM in Shanghai (2025), als Zeidler mit reduziertem Training Vize-Weltmeister wurde, van Dorp als Vierter den Bronzerang (Zalati) um knapp zwei Sekunden verfehlte. Bei den Olympischen Spielen in Paris siegte Zeidler, der Niederländer gewann Bronze, wieder hinter Zalati.
Olli Zeidler konzentriert sich mittlerweile wieder auf die Arbeit auf dem Wasser beziehungsweise auf dem rp3-Ruderergometer. Aber einmal steigt er noch auf die C2-Maschine: beim Leistungstest bei der Langstrecke Leipzig am 28./29. März ... BL




