U 23 Weltmeisterschaft in Duisburg
Im Juli ist Duisburg einmal wieder Austragungsort eines internationalen Großereignisses auf dem Wasser. Die Ruderer checken zur U23-Weltmeisterschaft (23. – 26. Juli) an der Wedau ein. Es ist die erste Weltmeisterschaft in Deutschland seit 12 Jahren.
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Zuletzt war Hamburg 2014 Austragungsort einer WM - damals traf sich die Weltelite der Junioren (U 19) im Wasserpark Allermöhe. Die Hanseaten hatten danach immer Anspruch auf weitere Großereignisse, doch wurde die Strecke gerne als zu windanfällig kritisiert.

Die Regatta Duisburg will 2036, 2040 oder 2044 olympische Rennen ausrichten. Foto: S. Sladek/Reg. Duisburg
Dieser Schwachpunkt ist in Duisburg baulich auf ein Minimum reduziert. Duisburg-Wedau ist schon seit 1935 Austragungsort internationaler Wettbewerbe sowohl der Ruderer als auch der Kanuten. 1983 fand hier zuletzt eine Ruder-Weltmeisterschaft statt. Damals holte Peter-Michael Kolbe im Männer-Einer eine von drei Goldmedaillen für die Bundesrepublik, für die DDR siegten unter anderem im Doppelzweier Thomas Lange und Uwe Heppner.
Die Strecke gilt als eine der international renommiertesten Anlagen für Kanu‑ und Ruderregatten, wird oft sogar als besonders fair eingeschätzt. Seitliche Dämme und ein Windschutzdamm sorgen für weitgehend gleichmäßige Bedingungen auf allen Bahnen; Wind und Regen erzeugen nur geringe Wellen, weshalb die Strecke als „fairste der Welt“ bezeichnet wird.
Die Tribüne im Zielbereich bietet Sitzplätze für 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, teilweise überdacht. Insgesamt fasst die Anlage 8.000 Zuschauer, wodurch der Zielbereich fast Stadion‑Atmosphäre bietet. Die Kanuten nennen die Bahn sogar das „Wimbledon des Kanurennsports“. In der Tat gibt es in Duisburg schon seit der Ruder-WM 1983 eine große Anzeigetafel wie in Fußballstadien. Auf dieser wurden zum Beispiel 1986 während der Finalrennen der Deutschen Jugendmeisterschaften die Satzergebnisse eines gewissen Boris Becker eingeblendet, der zeitgleich im „echten“ Wimbledon im Finale gegen Ivan Lendl seinen Titel verteidigte. Rudern meets Tennis – kein alltägliches Zusammenspiel, aber in Duisburg waren sie offenbar schon immer einen Schritt weiter.




