Nach dem Boat Race geht's zur DKM
Am 4. April waren sie noch Gegnerinnen im legendären Boat Race zwischen Oxford und Camebridge. Dabei hatte die Deutsche Lilli Freischem beim Sieg des Oxford-Achters gegen ihre Schwester Mia im Camebridge-Boot das bessere Ende für sich. Am Wochenende starten beide nun im Zweier ohne für die Bonner Rudergesellschaft bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften.
Der "Sister Act" der beiden Kölnerinnen beim Boat Race war das Medienthema vor und nach dem Rennen. Erst zweimal zuvor hatten sich Geschwister in verschiedenen Booten der beiden konkurrierenden Elite-Universitäten gegenüber gesessen - 2003 im Rennen der Männer, 2004 bei den Frauen. Beim 171. Boat Race in diesem Jahr, das das 80. Rennen der Frauen-Achter war, gewann Lilli mit neun Sekunden Vorsprung im Oxford-Achter und beendete damit eine acht Jahre währende Siegesserie der Light-Blues.

Lilli (links) und Mia Freischem waren am Freitag zu Gast im Morgenmagazin der ARD. Foto: M. Langbehn
Sowohl britische wie deutsche Medien griffen das Thema auf. Vor dem Rennen berichtete in Deutschland sogar die "Süddeutsche Zeitung" in großer Aufmachung, obwohl im Cambridge-Boot der Männer mit Frederik Breuer immerhin ein Ruderer aus dem Deutschland-Achter (Platz vier bei Olympia in Paris) auf Schlag saß - und gewann. Das ZDF-Morgenmagazin widmete dem Duell der beiden Schwestern einen Beitrag und in der vergangenen Woche waren Lilli und Mia live zu Gast bei den MoMa-Kollegen der ARD.
Vor dem Boat Race beschlossen die beiden Kölnerinnen, ihr Glück auch einmal bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaft auf der Regattastrecke in München-Oberschleißheim (17. - 19. April) im Zweier ohne zu probieren. Dabei starten sie für die Bonner Rudergesellschaft, trainieren in den Wochen davor gemeinsam in Camebridge. "Unser Ziel ist es, nicht Letzter werden", sagt Lilli. Das wird natürlich ein komplett anderer Wettkampf. Zweier ist nicht Achter und 2.000 Meter sind nicht 6,8 Kilometer, wie beim Boat Race. Gelernt hatten die beiden das Rudern übrigens nicht in Deutschland, sondern während der Langeweile der Corona-Beschränkungen, als sie noch in Edinburgh studierten. BL




