Alex Föster setzt sich in Einer-Konkurrenz durch
Bei der Deutschen Kleinbootmeisterschaft in München ging es unter anderem um die Frage, wer den Deutschen Ruderverband im Frauen-Einer zumindest beim ersten Weltcup in Sevilla (29. - 31. Mai) vertritt. Neben der WM-Fünften Alexandra Föster gab es zahlreiche Bewerberinnen.
Nicht unter den Bewerberinnen war Aurelia-Maxima Janzen, die im Finale von München am Ende deutlich die Bugspitze vorne hatte, denn die in Deutschland für den Rostocker RC startende U23-Weltmeisterin startet international weiter für die Schweiz. Gut für Alexandra Föster, der im Finale gut vier Sekunden auf die Siegerin fehlten. Mit Platz zwei war sie aber beste DRV-Starterin und darf deshalb auf die Nominierung für Sevilla hoffen.

Aurelia-Maxima Janzen (Mitte) gewann den Frauen-Einer vor Alexandra Föster (li.) und Tabea Schendekehl. Foto: MeinRuderbild/D. Seyb
Neben Föster hatte auch Tabea Schendekehl (Hansa Dortmund) mit dem Einer geliebäugelt. Die Langstrecke Leipzig hatte die WM-Vierte im Achter von Shanghai noch zeitgleich mit der dritten Bewerberin Juliane Faralisch (Frankfurter RG Germania) gewonnen. Doch Föster setzte im Finale von München nach gewohnt verhaltenem Beginn zu ihrem berüchtigten Endspurt an und fuhr noch auf Platz zwei hinter Janzen.
Bei 1.500 Meter hatte Faralisch noch aussichtsreich im Rennen gelegen, konnte dem Tempo von Janzen und dem Endspurt von Föster aber nichts entgegensetzen. Tabea Schendekehl versuchte auf den letzten 250 Metern ebenfalls alles, musste aber mit Platz drei Vorlieb nehmen. "Damit ist das Projekt Frauen-Einer beendet", postete sie tags darauf via Instagram. Möglich, dass sie nun wieder in den Riemenbereich wechselt. Riemen-Bundestrainer Alexander Schmidt besetzt in diesem Tagen mit Priorität den Frauen-Achter, dann den Zweier ohne und unter Prio 3 als "Projekt" den Vierer ohne, der 2025 gar nicht am Start war. BL



