In der Übergangszeit Gymnastik ins Training einbauen
Jetzt ist es endlich wieder so weit. Nach langen tristen Winternächten, Training in der Halle und auf dem Ruderergometer locken die ersten Sonnenstrahlen. Die Leistungsruderer intensivieren ihr Training vor der Selektion, die Breitensportler fiebern den ersten Ruderschlägen auf dem Wasser entgegen. Die ersten Anfängerkurse starten in den Vereinen.
Gerade die Bewegungen im Boot fordern unsern Bewegungsapparat, insbesondere den Rücken. Durch Rudern wird der Rücken mit den Muskeln gestärkt und schützt damit das darunterliegende Skelettsystem. So kann es vorbeugend für Rückenschmerzen sein oder sogar therapeutisch bei Rückenleiden wie Bandscheibenvorfällen oder auch im Gelenkbereich (Schulter, Knie) bei Arthrosen wirken.

Dr. Uli Kau hat Tipps für den Übergang vom Wintertraining aufs Wasser. Foto: DRV
Entscheidend ist jedoch die korrekte Rudertechnik und insbesondere Gymnastik / Athletiktraining ins Training mit einzubauen. Die häufigste Problematik befindet sich im Bereich der Wirbelsäule im Lendenbereich (lower back pain), beim Skullen auch vermehrt im Brustwirbelbereich Zusätzlich sind folgende Risikofaktoren zu beachten.
Die Stabilität des Beckens und Rumpfs (siehe Figur B / im Gegensatz zu Figur A), die Hüftbeugung (bis 130 Grad notwendig) und die Flexibilität der Muskelgruppe auf der Innenseite der Oberschenkel sind wichtige Punkte, um den Rückenschmerz im Lendenbereich entgegenzuwirken. Insbesondere bei Überlastung zum Beispiel länger anhaltende Intensitäten und zu langen Ausfahrten leidet die Beckenstabilität. Das Abkippen des Beckens in jedem Schlag begünstigt den Rückenschmerz. Dr. Uli Kau




