Interview mit U19-Weltmeister Mads Schmied
Mads Schmied wurde im vergangenen Jahr Weltmeister im U19-Einer und darauf zum „Sporthilfe Junioren-Sportler des Jahres“ gekürt. Für den Ruhm der Vergangenheit kann er sich nichts mehr kaufen. Also legte er wieder los, schaffte es beim Test in Leipzig unter den Skullern auf Platz 14 gegen Olli Zeidler & Co. auf dem Ergo. Auf der Langstrecke belegte der 19-Jährige in der Männerklasse Platz 24. Wir sprachen mit dem Youngster über seine weiteren Ziele und Träume.
Was bedeutet Dir der Titel „Juniorsportler des Jahres“?
Auf jeden Fall sehr viel Anerkennung von außerhalb, weil es ein Titel ist, den ich nicht selbst errungen habe. Also ich habe mich quasi selbst mit meinem Weltmeistertitel nominiert, aber am Ende musste ich ja nur Werbung machen für mich - über Social Media oder Zeitungen oder sonst was, da war man absolut frei. Das Verfahren läuft so: Man wird vom Verband nominiert und dann wird man von der Sporthilfe unter eine Top-5 gewählt und diese Top 5, die sind dann im öffentlichen Voting und dürfen Werbung für sich machen. Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und es ist nicht einfach nur ein Titel, sondern die Sporthilfe schenkt mir jetzt deutlich mehr Beachtung und auch die mediale Aufmerksamkeit ist größer geworden.
Mads Schmied wurde 2025 in Trakai U19-Weltmeister im Einer. Foto: MeinRuderbild/D. Seyb
Was hat sich seit dem Titel für Dich verändert?
Von der Sporthilfe her nichts - ich bekomme jetzt keine höhere Förderung oder so. Aber ich wurde zum Beispiel zum „Ball des Sports“ eingeladen.
Und hast Du das Gefühl, dass Leute Dich jetzt deswegen auf der Straße erkennen?
Nee, das nicht. Allerdings … beim „Ball des Sports“ war vor dem Hotel ein Autogrammjäger, der hatte ganz viele Autogrammkarten und Bilder dabei und dann hat er gesagt: „Du bist doch Sportler - hier aus Trakai, wie war nochmal der Name - Mads oder?“ und dann hat er ein Bild von mir rausgezogen und ich sollte es unterschreiben. Das ist das Einzige, was passiert ist.
Wie würdest Du Dich selbst als Sportler in drei Worten beschreiben?
Diszipliniert, ehrgeizig und, ja, ausdauernd.
Du hast mal gesagt, Du bist „ein ekliger Gegner“ – was meinst Du genau damit?
Ich glaube, dass ich meinen Gegnern das Leben nicht immer unbedingt leicht mache, weil ich nicht gerne verliere und ich tue alles dafür, nicht zu verlieren oder es den Gegnern so schwer wie möglich zu machen. Ich verrate jetzt nicht meine Renntaktik, aber ich bleibe schon dran. Ich gebe nicht auf, wenn ich merke, ich bin zwei Längen hinten, jetzt brauche ich auch nicht mehr weiter rudern. Das war vielleicht früher so, aber jetzt definitiv nicht mehr. LG




