Sebastian Cordes & Friends sind unterwegs
3.200 Kilometer im Ruderboot von Köln aus bis ins Donaudelta am Schwarzen Meer. Durch zehn Länder Europas oder an ihnen entlang. Zu dieser Tour ist Sebastian Cordes jetzt mit zwei Ruderkameraden aufgebrochen.
„Die Idee dazu reift schon einige Jahre“, erzählt Cordes. „Ich hatte über die Seidenstraße gelesen, deren Besonderheit ist, dass die Leute Handel über viele Stationen und riesige Distanzen getrieben haben, ohne dass die Kulturen an den beiden Enden etwas voneinander wussten – ein faszinierender Gedanke, finde ich“.

Die Kölner Ruderer haben sich auf den Wasserweg ans Schwarze Meer gemacht. Foto: privat
Cordes spann die Idee weiter und kam so darauf, Europa einmal auf dem Wasserweg zu durchqueren. „Zuhause los, den Rhein bergan bis Mainz, den Main bis Bamberg. Dann kommt der Main-Donau-Kanal – heute haben wir diesen Luxus – und wenn wir bei Donau-Kilometer 2.450 in Kelheim sind, müssen wir die nur noch bis zur Mündung abspulen“.
Nun sind sie unterwegs, ab Bamberg kommt ein Zweier mit Stm. dazu. Drei der Recken wollen die ganze Strecke rudern, zwei "nur" die Donau, die anderen Plätze werden von Etappe zu Etappe gewechselt. Insgesamt sind rund 25 Frauen und Männer dabei – fast alle aus dem Mülheimer Wassersport – Köln. Einzelne offene Etappen-Plätze werden mit möglichst vertrauten Ruderern besetzt.
Gerudert wird in einem E2+ und einem E5-er. Beides sind betagte, aber robuste Boote, die das Potenzial haben, die Strecke mit Gepäck und Ausrüstung zu schaffen, die aber auch in Rumänien bleiben könnten. Aktuell planen die Wanderfahrer keinen Rücktransport der Boote, „denn sie werden auf dem Weg ordentlich leiden“ (Cordes). BL
Wer die Ultra-Wanderfahrer "verfolgen" möchte, kann dies in deren Logbuch: https://www.muewa-koeln.de/reise-logbuch
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