Zwischen Auen, Stränden und Fischerdörfern
Zehn Mitglieder der Erlanger Wanderrudergesellschaft Franken (EWF) und einen Gast zog es im Juni 2025 in den hohen Norden, nach Schleswig-Holstein, auf die Schlei. Von Schleswig ruderten sie über Missunde und Kappeln bis an die Ostsee, nach Schleimünde, und wieder zurück. Für fast alle bedeutete die Tour Neuwasser.
Der Name Schleimünde ist übrigens irreführend, denn die Schlei mündet nicht in die Ostsee, sondern ist ein Meeresarm, der rund 42 km weit ins Landesinnere ragt und in Schleswig endet. Die Schlei ist kurz, aber oho! Sie ist landschaftlich reizvoll, ruderisch durchaus anspruchsvoll und nicht ungefährlich. Ihr Wasserstand ist von dem der Ostsee abhängig und variiert je nach Windrichtung, wie auch die Strömung.

Auf der Schlei erwartet Wanderfahrer viel Abwechslung. Foto: A. Schneller
Umrahmt von Hügeln und Auen, Wäldern, Wiesen und Feldern, Sandstränden, Fischerdörfern und kleinen Städten wechselt die Schlei immer wieder ihre Breite, ist mal Fluss, mal See - aber nirgends tief. Sie ist zwar Bundeswasserstraße, aber selbst die mit Seezeichen markierte Fahrrinne weist nur eine durchschnittliche Wassertiefe von drei bis vier Meter auf. Aufzupassen gilt dennoch es wegen Wind und Wellen, Steinen und Pfählen, Strömung und Schiffsverkehr, Stellnetzen und Reusen, Untiefen und Naturschutzgebieten.
Fahrtleiter Arne Borsum hatte drei Rudertage für die Fahrt angesetzt. Die Boote hatte er beim Slesvig Roklub sowie beim Domschulruderclub Schleswig gechartert und Schlafplätze beim Slesvig Roklub, dessen Ruderhütte in Missunde und der Jugendherberge Kappeln organisiert. Wer konnte, reiste schon Mittwoch an, besuchte das Wikinger Museum in Haithabu oder kümmerte sich um die Einkäufe für das Frühstück an den ersten beiden Tagen und die Mittagspicknicks. Abends bummelten wir durch die Altstadt zur historischen Fischersiedlung Holm und dem Dom.




