SV Kloster Lehnin, Sektion Rudern, feiert 100 Jahre
Den Namen Kloster Lehnin verbindet man nicht zu allererst mit einem Ruderverein. Doch der Sportverein gleichen Namens mit zirka 550 Mitgliedern beherbergt unter anderem auch die Sektion Rudern mit 90 Mitglieder und ist die sportliche Heimat von Olympionikin Maren Völz. Das Bootshaus liegt idyllisch am Klostersee. Hier stieg Anfang Juli die 100-jährige Jubiläumsfeier, eingebettet in das Landeswanderrudertreffen.
Der Sportverein Kloster-Lehnin wurde 1991 gegründet und ist einer der größten im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Es ist die Nachfolgeorganisation der BSG Einheit Lehnin, die 1962/63 entstand und 1991 in SV Kloster Lehnin umbenannt wurde. Wesentlich älter ist also der Ruderverein im Süden Berlins, dessen erstes Gründungsdatum (unbestätigt) mit 1875 angegeben wird. Man nimmt dieses Jahr nach einer Jahreszahl in der Flagge an, konnte das Datum aber nie verifizieren. So feiert der Verein in diesem Jahr sein 100. Jubiläum nach dem nachweisbaren Gründungstermin: 4. Oktober 1926.

Olympia-Medaillengewinnerin Maren Völz rudert mit ihrer Familie am Klostersee. Foto: privat
Der Name geht auf das Zisterzienserkloster Lehnin zurück, das 1180 auf Bitte von Markgraf Otto I. von Brandenburg zur Neugründung des Marienklosters gegründet wurde - die erste Gründung des Zisterzienserordens in der Mark Brandenburg. Vor der Säkularisierung 1542 gehörte Lehnin zu den einflussreichsten Institutionen und größten Grundbesitzern der Mark Brandenburg.
Die Anlage galt als eine der schönsten im norddeutschen Raum. Das Kloster existierte 362 Jahre (1180 bis 1542) und ist heute Namensgeber der Gemeinde mit Skulpturenpark am Klostersee – und des Rudervereins. Der gut erhaltene Gebäudekomplex dient heute als Kultur- und Veranstaltungsort („Lehniner Sommermusiken“), Besucher finden hier einen Ruhepunkt auf Pilgerreisen.




