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Tim Ole Naske beendet Karriere

Dem Rudern bleibt der Hamburger treu

Der Hamburger Tim Ole Naske muss seinen Traum von einer Olympia-Medaille begraben. Nach einer langwierigen, ausgeheilten Verletzung will er nun andere Prioritäten setzen und hat Skull-Bundestrainer Eric Johannesen sein Karriereende als Leistungssportler bekannt gegeben.

Naske, der im Frühjahr 30 Jahre alt wurde, wollte die Olympischen Spiele in Los Angeles noch erreichen. „Das wird nichts mehr“, sagt Naske nun und will sich dem zweiten juristischen Staatsexamen sowie seiner Familie widmen. Mit dem Rudern hört er aber nicht auf. „Ich habe weiterhin ein gutes Bootsgefühl und fühle mich beim RC Favorite Hammonia sehr wohl“, sagt er und steigt nach wie vor regelmäßig ins Boot.

Tim Ole Naske (Ruderplatz drei) feierte bei den Olympischen Spielen in Paris seinen größten Erfolg. Foto: J. Kowacic/Archiv

2013 wurde Naske Junioren-Weltmeister im Doppelzweier (mit Philipp Syring) und 2014 bei den Titelkämpfen auf der heimischen Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe Junioren-Weltmeister im Einer. Danach wurde er schon als Nachfolger der Einer-Legenden Peter-Michael Kolbe und Thomas Lange gehandelt. In der A-Nationalmannschaft saß er dann im Doppelvierer. 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio fuhr das Boot (mit Karl Schulze, Hans Gruhne und Max Appel) auf den achten Platz. 2024 belegte Naske in der gleichen Bootsklasse in Paris Platz fünf mit Anton Finger, Max Appel und Moritz Wolff. Mit seiner Karriere ist er heute mehr als zufrieden: „Ich höre glücklich mit dem Leistungssport auf“.

Im Pausenjahr nach den Spielen in Paris hatte Naske erfolgreich sein erstes Staatsexamen in Rechtswissenschaften absolviert, stieg danach jedoch mit Rückenschmerzen wieder in die Wintervorbereitung ein. Die Diagnose seiner Beschwerden: Bandscheibenvorfall. Es begann ein langer Reha-Weg und immer wieder Versuche, im Boot auf höchstem Niveau zu trainieren. Nun hat er, trotzdem er körperlich wieder genesen ist, einen Haken hinter den Leistungssport gemacht. BL

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