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Beach Sprinter reif für L.A.

Gold für Leupold/Werner und Bronze für Wolff

Die Beach Sprinter des Deutschen Ruderverbandes haben die ersten WM-Medaillen in der neuen olympischen Disziplin für Deutschland gewonnen. In Quingdao (China) gewannen Sophie Leupold und Franz Werner (beide vom Pirnaer RV) Gold im Mixed-Doppelzweier, Moritz Wolff (BRC) holte Bronze im Männer-Einer. Dazu kam Silber für den Nachwuchs: Anneke Ihmann (Saarbrücker RG Undine) und Jasper Weber (RKV Bad Kreuznach) überzeugten im U19-Mixed-Doppelzweier.

Damit gehen die von Bundestrainer Adrian Bretting betreuten Beach Sprinter gestärkt in das vorolympische Jahr, bevor sie 2028 bei den Spielen in Los Angeles erstmals in dieser Disziplin nach olympische Medaillen greifen. Bemerkenswert: Mit dem Erfolg schaffte es das Duo aus Sachsen mitten in der Fußball-Champions-League-Woche in die Sportspalten der deutschen Presse sowie auf reichweitenstarke Online-Portale wie bild.de.

Sophie Leupold und Franz Werner pflügten unaufhaltsam durch die Wellen von Quingdao zu Gold. Foto: MeinRuderbild/D. Seyb

Dabei hatte die WM in Quingdao für Sophie Leupold und Franz Werner nicht gut begonnen. Nach den Time Trials hatten sie sich gerade noch als 16. und damit als letztes Boot für das Achtelfinale qualifiziert. Dort überraschten sie dann allerdings die an eins gesetzten Australier, schalteten im Viertelfinale Kroatien aus und im Halbfinale das Duo aus Polen. Im Finale ging es dann gegen die starken Litauer. 

Martyna Kazlauskaite und Dominykas Jancionis legten im Endlauf standesgemäß vor, doch nach der Wendetonne zogen die beiden Deutschen gleich und setzten sich sogar ab. Die Bedingungen mit schwierigen Wellen waren dem Coastal Rowing mehr als würdig, doch am Strandbuzzer war Franz Werner nach beeindruckendem Sprint einen Tick schneller Jancionis und sicherte damit das erste Beach-Sprint-Gold für den DRV bei einer Weltmeisterschaft. 

 

Moritz Wolff freute sich über Bronze im Männer-Einer. Foto: MeinRuderbild/D. Seyb

Moritz Wolff befreite sich mit seiner Bronze-Medaille von dem Drama, nachdem er im vergangenen Jahr in Antalya das schon sicher geglaubte Edelmetall im Zielsprint noch verloren hatte. Der Berliner ging im kleinen Finale gegen den Portugiesen Russo früh in Führung und baute diese im weiteren Verlaufe aus. Daher konnte ihn selbst ein Strauchler beim Sprung aus dem Boot nicht mehr stoppen - vielleicht hatte er in diesem Moment noch einmal kurz an Antalya gedacht. 

Zu den beiden Medaillen steuerte der Junioren-Mixed-Doppelzweier eine Dritte hinzu. Anneke Ihmann und Jasper Weber hatten sich das Finale und damit Silber durch ein starkes Halbfinale gegen das Duo aus Brasilien verdient. Im Endlauf waren die beiden Chinesen dann zwar zu stark, was den Jubel über den deutschen Erfolg aber nicht minderte. Damit lösten Ihmann/Weber übrigens eine anderes deutsches U19-Duo auf der Silber-Position ab. Im vergangenen Jahr in Antalya hatten Miklas Scheer (Erster Kieler RC) und Anna Yuri Koseki (RV Wandsbek) Silber gewonnen. BL

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